Tipps und Tricks für einen schönen Rasen
Ein gepflegter Rasen ist die Basis für einen schönen Garten. Doch oftmals behindern Moos oder Unkraut das gleichmäßige Wachstum des saftigen Grüns. Ein Dorn im Auge eines jeden Rasenliebhabers. Doch was kann gegen Moos und Unkraut getan werden? Und wie kann deren Entwicklung vorgebeugt werden? In diesem Beitrag verraten wir dir einfache Tricks, die du Rasen zu einem wahren Hingucker machst.
Du träumst von einem saftig grünen Rasen, hast aber noch nicht angesät? Dann bist du hier genau richtig! Wir erklären dir, wie du in fünf einfachen Schritten zu deinem Traum-Rasen gelangst.
1. Den Boden vorbereiten
Damit dein Rasen optimal wachsen kann, solltest du die gewünschte Fläche vor der Aussaat zunächst umgraben und den Unterboden lockern. Anschließend trittst du die oberste Schicht wieder fest, sodass eine ebenmäßige Fläche entsteht. Wenn die Bodenoberfläche aufgelockert ist, finden die feinen Wurzeln der jungen Rasenpflanzen keinen guten Halt im Boden und werden bei Regen oder Trittbelastung leicht entwurzelt. Eine trittfeste Bodenoberfläche hilft den Jungpflanzen, sich fest zu verankern.
2. Den richtigen Aussaatzeitpunkt wählen
Die beste Zeit für eine Rasenansaat liegt zwischen Frühjahr und Spätsommer. In dieser Zeit ist der Boden warm genug für die Keimung der Rasenpflanzen. Außerdem ist besonders im Frühjahr ausreichend Feuchtigkeit im Boden, die der Rasen zum wachsen und gedeihen benötigt. Bei der Aussaat sollten die Rasensamen beispielsweise mit einem Streuwagen gleichmäßig auf dem Boden verteilt werden. Für eine Fläche von ca. 40 m² benötigen Sie 1 kg Saatgut.
3. Saatgut festtreten
Nach der Aussaat solltest du die Rasensamen mit einer Harke flach in den Boden einarbeiten oder mit einem Tretbrett festtreten. Das schützt sie vor Fressfeinden und Abtragung.
4. Regelmäßige Bewässerung
Wenn du mit deiner Aussaat fertig bist, solltest du die Neuanlage großzügig bewässern. Auch bei anhaltender Trockenheit solltest du mechanisch für einen feuchten Boden sorgen, indem du 2-3x die Woche einen Rasensprenger aufstellst. Dabei ist es wichtig, dass der Rasen ausreichend Feuchtigkeit bekommt, jedoch nicht unter Wasser steht.
5. Erster Schnitt
Den ersten Schnitt solltest du bei einer Höhe von ca. 5-8 cm vornehmen. Danach empfehlen wir dir, deinen Rasen alle 8-14 Tage zu schneiden. Je häufiger der Rasen geschnitten wird, desto dichter wird die Grasnarbe und desto schöner das Erscheinungsbild.

Gründe für Unkraut- und Moosentwicklung
In einer dicht bewachsenen und gesunden Rasenfläche haben Unkräuter und Moos praktisch keine Überlebenschance. Nisten sie sich aber erstmal ein, schädigen sie die Grasnarbe und breiten sich auf Dauer immer weiter aus. Unkräuter können Krankheiten übertragen und wetteifern mit dem Rasen um Wasser, Licht, Platz und Nährstoffe. Daher sind vorbeugende Maßnahmen enorm wichtig.
1. Zu tiefer Schnitt der Rasenfläche
Die optimale Schnitthöhe von Rasen liegt zwischen 3,5 und 5,0 cm. In Schattenlagen sollte die Schnitthöhe nicht geringer als 4,5 cm sein, da der Rasen sonst nicht ausreichend Sonnenlicht aufnehmen kann. Das mindert die lebenswichtige Photosyntheseleistung des Rasens und schadet so auch dessen Erscheinungsbild.
2. Nährstoffmangel
Regelmäßiges Düngen und Bewässern sorgt für eine gute Nähstoffversorgung. Gerade in regenarmen Phasen und bei anhaltender Trockenheit sollte der Rasen gleichmäßig bewässert werden. Dann leuchtet dein Rasen im saftigen Grün.
3. Schattenlagen
Um absolute Schattenflächen zu vermeiden, solltest du dafür sorgen, dass der Rasen nicht durch Bäume oder größere Sträucher beschattet wird. Durch diese Schattenlage wird die eigentliche Photosyntheseleistung des Rasens gesenkt, was zur Unterversorgung des Rasen und so zu unschönen kahlen Stellen führen kann. Auch wenn dafür teils anderes Gewächs entfernt werden muss - dein Rasen wird es dir danken.
4. Zu saurer Boden
Ohne regelmäßiges Düngen wird der Boden schnell zu sauer für einen optimalen Rasenwuchs. Das liegt daran, dass Organismen, die für einen aufgelockerten und aktiven Boden sorgen, saure Böden meiden. Daher empfehlen wir dir, deinen Rasen bis zu viermal jährlich zu düngen. Zusätzlich sollten alle paar Jahre der pH-Wert und der Nährstoffgehalt des Bodens untersucht werden, um unvorteilhafte Voraussetzungen zu erkennen. Der optimale pH-Wert des Bodens liegt dabei zwischen 6 und 6,5. Liegt dein Bodenwert unter dem kritischen Wert von 6 solltest du Kalk auf deinen Rasen streuen. Dieser reguliert den pH-Wert und beugt einer Übersäuerung vor. Nur so kann dein Rasen in voller Pracht gedeihen.
5. Staunässe auf verdichteten Böden
Bei verdichtetem Boden kann das auf den Rasen treffende Wasser nicht oder nur schlecht abfließen. Das führt zu einer Staunäasse, die dem Rasen schadet. In solchen Fällen empfehlen wir eine komplette Rasenneuanlage, um den Boden aufzulockern.
6. Lücken und Kahlstellen im Rasen
Dein Rasen weist kahle Stellen auf? Um diesem optischen Problem entgegenzuwirken, solltest du eine angemessene Menge Rasennachsaat auf den betroffenen Stellen aussäen. Eine Anleitung, wie du eine Aussaat am besten vornimmst, findest du weiter oben.
7. Filz
Rasenfilz schränkt die Wasser- und Nährstoffaufnahme des Rasens ein. Auch der Luftaustausch und die Photoyntheseleistung des Rasens werden behindert. Der Rasen kann sich folglich nicht optimal entwickeln. Um dem Rasenfilz den Kampf anzusagen empfehlen wir dir, diesen jährlich mit einem Vertikutierer zu entfernen. Die beste Zeit zum Vertikutieren ist der Frühling, da du die kahlen Stellen im Anschluss wieder neu ansäen kannst.
Du nutzt unsere Tipps und Tricks? Dann steht deinem saftig grünen Rasen nichts mehr im Wege!
